Breites geographisches Angebot für interessierte Schülerinnen im Rahmen der 6. Sommerprojektwoche an der Ruhr-Universität Bochum (30. Juni - 04. Juli 2008) MINT (Mädchen in Mathematik, Ingenieur-, Naturwissenschaft und Technik) – so das Motto der Sommerprojektwoche für Schülerinnen der Jahrgangsstufen 11 bis 13, die in der ersten Ferienwoche Einblicke in die Universität und Anregungen für ihre Studienfachwahl bekommen können. Dieses Jahr haben Lehrende am Geographischen Institut mit drei Projektangeboten um den studentischen Nachwuchs geworben.
In der Ganztagesveranstaltung zum Thema „Dem Wasserverbrauch auf der Spur: Analyse von luftbildgestützten Indikatoren in Tourismusregionen auf Mallorca“ erhielten die Schülerinnen unter Leitung von Helene Püllen, B.Sc. und Dr. Angela Hof (Landschaftsökologie/ Biogeographie) praktische Einblicke in aktuelle Forschungsfragen. Die Schülerinnen verknüpften aus aktuellen, hochauflösenden Luftbildern zu erschließende Indikatoren (bewässerte Gartenflächen, Swimmingpools) mit Wasserverbrauchsdaten zu räumlich expliziten Berechnungen des Wasserverbrauchs in zwei Gebieten. Dabei lernten sie GIS-Funktionen wie attributbezogene Auswahl, Feldwertberechnungen, Tabellen verbinden, digitalisieren und Erstellung eines Layouts kennen. Nach dem gemeinsamen Besuch in der Mensa wurden die Ergebnisse für die beiden touristisch genutzten Gebiete verglichen und interpretiert und jede Schülerin konnte am Nachmittag ihre Projektergebnisse und eine selbst erstellte Karte mit nach Hause nehmen.
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Unter dem Titel „Erkundungen von fern und nah: Vom Satelliten- und Luftbild in die Realität vor Ort“ erlebten interessierte Schülerinnen der 11. -13. Klasse einen simulierten Anflug auf die RUB aus dem All und begaben sich anschließend gemeinsam mit Meike Rahner (Geographiedidaktik) auf einen Erkundungsgang des Umfelds der Ruhr-Universität aus geographischer Perspektive. Gesucht wurde ein aus mikroklimatischer Sicht geeigneter Standort für das fiktiv geplante „Café RUB-Garten“. Die Schülerinnen konnten einfache Geländemethoden kennen lernen und ausprobieren und z. B. neben Karte und Kompass auch den Umgang mit einem GPS oder einer mobilen Klimamessstation aus eigener Anschauung erleben sowie eigene Datenerfassungen durchführen und dokumentieren. Alle waren motiviert bei der Sache und hatten viel Spaß sowie zahlreiche Aha-Erlebnisse beim Perspektivenwechsel und dem damit verbundenen Auffinden realer Strukturen auf der mit einem Luftbild hinterlegten Kartierungsgrundlage.
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Auf eine „Reise durch die Vegetationszonen der Erde“ begaben sich Schülerinnen mit Dipl.-Geogr. Peter Gausmann (Physische Geographie) im Botanischen Garten der Ruhr-Universität Bochum. Neben einer Einführung in das Arbeitsfeld und die Forschungsbereiche eines Geobotanikers wurden die verschiedenen Vegetationszonen der Erde mit ihren charakteristischen Pflanzenarten vorgestellt. Dabei standen Fragestellungen zur Evolution, zu Anpassungsstrategien und zu den vorherrschenden Umweltbedingungen der Pflanzen in ihrem Lebensraum im Mittelpunkt. Aber auch Vertreter der heimischen Flora wurden vorgestellt und Aspekte des Natur- und Artenschutzes sowie die Gefährdungsursachen von Arten wurden erörtert. |